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HWS-Syndrom & Schleudertrauma: Ursachen, Symptome, Behandlung

Frau erleidet Nackenschmerzen im hellen Therapieraum bei Medical Health Point.

Was ist ein Schleudertrauma (HWS-Syndrom)?

Das HWS-Syndrom, auch bekannt als Halswirbelsäulen-Syndrom, ist eine Sammelbezeichnung für verschiedene Beschwerden im Bereich der Halswirbelsäule. Ursachen können unter anderem Fehlhaltungen, einseitige Belastungen oder auch ein Schleudertrauma sein.

Ein Schleudertrauma wird häufig durch Verkehrsunfälle ausgelöst und kann zu starken Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich führen. Dabei kommt es zu einer Dehnung und Überdehnung der Muskeln und Bänder im Nackenbereich, was zu starken Schmerzen führen kann.

Symptome des HWS-Syndroms

Symptome des HWS-Syndroms dargestellt durch Medical Health Point mit Bildern von Patienten mit Nackenschmerzen, Kieferschmerzen, Kopfschmerzen, Übelkeit, Müdigkeit und Schluckbeschwerden.

Einige häufige Anzeichen und Symptome eines Schleudertraumas können sein:

  • Nackenschmerzen
  • Steifheit im Nacken
  • Kopfschmerzen
  • Schwindelgefühl
  • Übelkeit oder Erbrechen
  • Müdigkeit oder Erschöpfung
  • Schwierigkeiten beim Konzentrieren oder Gedächtnisprobleme
  • Taubheitsgefühl in Armen und Händen
  • Seh- und Hörstörungen
  • Schluckbeschwerden
  • Kiefergelenkschmerzen
  • Schlafstörungen

Es ist wichtig zu beachten, dass die Symptome eines Schleudertraumas nicht unbedingt sofort nach einem Unfall auftreten müssen. Manchmal treten sie erst Stunden oder sogar Tage später auf.

Wenn Sie also in einen Autounfall oder eine andere Art von Unfall verwickelt waren und diese Symptome bemerken, sollten Sie umgehend ärztliche Hilfe suchen.

Wie entsteht ein Schleudertrauma

Mann mit Nackenschmerzen nach einem Autounfall, Konzept für Whiplash-Behandlung bei Medical Health Point.

Ein Schleudertrauma entsteht in der Regel durch eine plötzliche und heftige Bewegung des Kopfes, die zu einer Überdehnung oder Verletzung der Nackenmuskulatur und -bänder führt.

Dies kann beispielsweise bei einem Autounfall, einem Sturz oder einer Sportverletzung passieren.

Die typische Bewegung beim Schleudertrauma ist eine schnelle Vorwärts- und Rückwärtsbewegung des Kopfes, die auch als “Whiplash injury” bezeichnet wird.

Bei einem Schleudertrauma können Muskeln, Bänder, Sehnen, Nerven, Knochen, Bandscheiben oder Wirbel betroffen sein und zu weiteren Beschwerden führen.

Etwa 80 Prozent aller Personen, die in einen Autounfall verwickelt sind, erfahren ein Schleudertrauma. In mehr als 90 Prozent der Fälle handelt es sich um eine leichtere Form des Traumas.

Risikofaktoren für ein Schleudertrauma

Es gibt verschiedene Faktoren, die das Auftreten eines Schleudertraumas begünstigen können, darunter:

  • Eine fehlende oder falsch eingestellte Kopfstütze
  • Bereits vorhandene Nackenschmerzen und/oder Steifheit im Nackenbereich vor dem Unfall
  • Ein höheres Lebensalter

Behandlung und Heilungsdauer

Um das Ausmaß des Traumas zu bestimmen, wird oft eine bildgebende Untersuchung durchgeführt, bei der Verletzungen an der Wirbelsäule oder im Gehirn festgestellt werden können. Die Behandlungsmöglichkeiten für ein Schleudertrauma variieren je nach Schwere der Verletzung.

Behandlungsoptionen

In den meisten Fällen wird eine Kombination aus folgenden Maßnahmen empfohlen:

Das Ziel ist es, die Muskulatur zu stärken, die Beweglichkeit wiederherzustellen und eventuelle Verspannungen oder Blockaden zu lösen. Die Behandlung sollte dabei so früh wie möglich begonnen werden, um Schonhaltung, Verspannung und Muskelschwäche zu verhindern.

Operation bei schweren Verletzungen

Bei schwereren Verletzungen, wenn z.B. Wirbel und Nervenstränge verletzt worden sind, kann jedoch auch eine Operation notwendig sein.

Genesungsdauer

Je nachdem, welche und wie viele Bereiche betroffen sind, kann der Genesungsprozess eines Schleudertraumas bis zu sechs Monate dauern.

Des Weiteren beeinflusst auch die individuelle körperliche Verfassung die Genesungsdauer: Menschen mit einer guten allgemeinen Gesundheit haben tendenziell bessere Chancen auf eine schnellere Erholung als solche mit Vorerkrankungen oder bereits bestehenden gesundheitlichen Problemen.

Es ist wichtig anzumerken, dass Geduld und Ausdauer während des Genesungsprozesses von entscheidender Bedeutung sind. Manche Menschen können bereits innerhalb weniger Wochen eine deutliche Verbesserung spüren, während andere mehr Zeit benötigen.

Es ist ratsam, sich nicht zu früh wieder in anspruchsvolle körperliche Aktivitäten einzubringen oder das Training abzubrechen – dies könnte den Heilungsprozess verzögern oder sogar verschlimmern.

Schleudertrauma - Quebec Task Force Klassifikation

Quebec Task Force Klassifikation von Medical Health Point zur Einstufung von Halswirbelsäulenverletzungen mit verschiedenen Symptomen wie Steifheit und Nackenschmerzen.

Um den Schweregrad des Schleudertraumas zu bestimmen, wird oft die Quebec Task Force Klassifikation angewendet. Diese Klassifikation teilt das Schleudertrauma in vier Stufen ein, wobei die erste Stufe am wenigsten schwerwiegend und die vierte Stufe am gravierendsten ist.

Sie wurde 1995 von der Quebec Task Force entwickelt und basiert auf der Schwere der Symptome sowie dem Grad der funktionellen Beeinträchtigung.

Die Quebec Task Force Klassifikation für ein Schleudertrauma umfasst fünf Grade:

  • Grade 0: Keine Symptome oder körperliche Anzeichen von Verletzungen.
  • Grade I: Nackenschmerzen, Steifheit oder Empfindlichkeit, aber keine objektiven Anzeichen einer Verletzung.
  • Grade II: Nackenschmerzen mit objektiven Anzeichen einer Verletzung wie eingeschränkte Beweglichkeit der Halswirbelsäule oder Muskelkrämpfe.
  • Grade III: Nackenschmerzen und neurologische Symptome wie Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche in den Armen oder Beinen.
  • Grade IV: Nackenschmerzen und Frakturen oder Dislokationen der Halswirbelsäule.

Diese Klassifikation hilft Ärzten bei der Diagnose und Behandlung von Schleudertraumata und kann auch bei rechtlichen Angelegenheiten im Zusammenhang mit Autounfällen verwendet werden.

Vertrauen Sie den Experten bei MHP Bonn für Ihre Schleudertrauma-Behandlung

Bei MHP Bonn sind wir spezialisiert auf die Behandlung von Schleudertrauma und Halswirbelsäulen-Syndromen. Unser erfahrenes Team von Physiotherapeuten steht Ihnen zur Seite, um Ihnen bei der Genesung zu helfen.

Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren und lassen Sie sich von unseren Experten betreuen. Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden liegen uns am Herzen.

Häufig gestellte Fragen

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